Medizinische Trainingstherapie / Krankengymnastik am Gerä

 

 

Verspannte und schmerzhafte Muskeln sind immer zu schwach!

Dies ist ein Grundsatz, der sich immer wieder bestätigt. Klassische Bereiche für solche Verspannungen sind die Schultern und der Nacken bis hin zum Kopf, Brust- und Lendenwirbelsäule, Gesäß, der hintere Oberschenkelbereich und noch einige mehr. Ein häufiges Beispiel ist gerne auch der Unterarm nahe des Ellenbogens mit dem sportlichen Namen „Tennisellenbogen“.

 

 

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Oftmals sind allerdings nicht die verspannten Muskeln die Ursache, sondern ein Symptom einer deutlich komplexeren Grundproblematik. So liegt z.B. die Ursache für einen „Tennisarm“ oft im Bereich des Schultergürtels in Form von Instabilität und/oder fehlgeleiteter Koordination. Gleiches kann auch einem sogenannten „Karpaltunnelsyndrom“ zugrunde liegen.

Beschwerden in den Bereichen Lendenwirbelsäule, Gesäß, des Sacroiliacalgelenkes – auch ISG, oder richtiger SIG abgekürzt – und der gesamten unteren Extremitäten gründen überwiegend in einer Schwäche der sogenannten „Kernmuskulatur“. Hierzu gehören vor allem sämtliche Bauchmuskeln, d.h. die geraden, diagonalen und quer verlaufenden, sowie die tiefe und oberflächliche Rückenmuskulatur. Diese Muskelgruppe sorgt für die nötige „Kernstabilität“ des Körpers, d.h. sie fängt Kräfte aus den Bewegungen der Extremitäten auf und leitet diese, der Funktion entsprechend, in den Rumpf, die Wirbelsäule aber auch in die anderen Extremitäten weiter. Ohne diese verbindende Funktion unseres „Kerns“ könnten wir schlicht und ergreifen nicht einmal gehen.

Fehlende „Kernstabilität“ kann somit zu Überlastungszuständen sämtlicher Extremitäten und nicht zuletzt der Wirbelsäule und des Beckens führen.

Diesen Ursachen gilt es auf den Grund zu gehen.

 

Unsere Trainingsplanung basiert grundsätzlich auf einer eingehenden Anamnese. Diese gibt uns die Möglichkeit in Ihrer Vorgeschichte die ursächlichen Faktoren für Ihre aktuelle Problematik aufzudecken. Gegebenenfalls bedarf es zusätzlich einer manuellen Befundung oder diverser standardisierter Tests um die Ergebnisse zu bestätigen.

Eines dieser Testverfahren wäre z.B. eine apparative Muskelfunktionsdiagnostik der Rumpf- bzw. Kernmuskulatur sowie der Halswirbelsäulenmuskulatur mit Hilfe speziell dafür konzipierter medizinischer Trainingsgeräte des Herstellers FREI.

Über die isometrische Maximalkraftanalyse evaluieren wir das Kraftpotenzial der stützenden und führenden Muskulatur Ihrer Wirbelsäule über Referenzwerte und die Balance der muskulären Gegenspieler in der jeweiligen Bewegungsachse.

Anhand dieser Daten kann das aktuelle Niveau Ihrer Muskulatur bestimmt und eventuelle Störmechanismen mit negativem Einfluss auf die Wirbelsäule erkannt werden. Daraus ergibt sich eine Notwendigkeit und/oder eine Optimierung der Trainingsplanung mit dem Ziel des Ausgleichens eventueller Dysbalancen und der Beseitigung von Muskelatrophien.

Die Dokumentation Ihrer individuellen Analyseergebnisse stellt eine Argumentation für alle Kostenträger zur Finanzierung weiterer Therapiemaßnahmen dar.

 

Das Training selbst ist auf 60 Minuten angesetzt und in 4 grundlegende Abschnitte unterteilt:

Erwärmung: Die Erwärmung dient der Vorbereitung des Körpers auf höhere Belastung. Erwärmung führt nachweislich zu einer Steigerung der Sauerstoffsättigung des Körpergewebes und somit der Leistungs- und Anpassungsfähigkeit. Durch die begleitende Aktivierung des Nervensystems – v.a. der körpereigenen Sensoren - senkt man erwiesenermaßen das Verletzungsrisiko für die anstehende Aktion und steigert das Gefühl für den eigenen Körper während des Trainings.

Mobilisierung: Dieser Teil des Trainings dient der vorbereitenden Mobilisation von Segmenten bzw. Wirbelsäulenabschnitten und/oder Gelenken. Wir bedienen uns hierfür z.B. diverser Übungen zur „Rehydratisierung“ (frei übersetzt – „Wiederbefeuchtung“) von Bandscheiben, Knorpeln, Sehnen, Bändern und sämtlicher anderer Körpergewebe. Erreicht wird dies durch gezielte Übungen zur Aktivierung und Vitalisierung des Gewebes wie z.B. Dehnungen für eine verbesserte Faszienmobilität.

Stabilisierung: Durch gezielt gesetzte Reize soll hierbei die sogenannte „Sensomotorik“ des Körpers verbessert werden. Im Allgemeinen soll Ihr Körper wieder lernen, auf seine Sensoren zu hören und deren Signale adäquat und gezielt, motorisch zu verarbeiten. Gezielt bedeutet hier, mit so wenig wie möglich Aufwand den größtmöglichen Effekt zu erzeugen.

Kräftigung: Dieser Teil des Trainings baut auf den vorangegangenen Teilen auf und dient letztendlich der nachhaltigen Stärkung defizitärer Muskeln und Muskelgruppen und somit auch der Minimierung muskulärer Ungleichgewichte. Hierfür steht Ihnen bei uns ein ständig wachsendes Repertoire an freien Kräftigungsübungen sowie eine Vielzahl an gerätegestützten Übungen zur Verfügung. Für letztere bieten uns das GENIUS-ECO® - Systems der Firma FREI die Möglichkeit eines computergestützten Trainings. Dies macht es uns möglich sämtliche Trainingsparameter genau steuern und auswerten zu können. Außerdem liefert Ihnen dieses System ein direktes Biofeedback über Trainingsgeschwindigkeit und Bewegungsausmaß, was es Ihnen ermöglicht, Ihr Training möglichst kontrolliert und effektiv durchzuführen und somit Ihre Trainingsqualität zu maximieren.

 

Natürlich steht Ihr gesamtes Training unter ständiger Aufsicht unserer erfahrenen und zertifizierten Therapeuten!

 

Im Rahmen der „Krankengymnastik am Gerät“, welche eine Abrechnungsposition sowohl der gesetzlichen als auch der privaten Krankenversicherungen darstellt, ist das Training in unserer Einrichtung auch auf ärztliche Verordnung möglich. Diese liefert uns eine ärztliche Diagnose, welche dann als Ausgangspunkt für weitere Befundung und die entsprechende Trainingsplanung dient.

Hausfront Balance Gesundheitszentrum Ettlingen

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