Unsere Empfehlungen

 

 

Die überwiegenden Gründe einen Arzt und in der Folge evtl. einen Physiotherapeuten aufzusuchen sind Schmerzzustände aller Art.

Für den Begriff "Schmerz" gibt es unterschiedliche Definitionen. Die 'International Association for the Study of Pain' (IASP) beispielsweise hat den Schmerz wie folgt beschrieben:

- Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird -

 

Es gibt Schmerzen, die mit klaren Verletzungen wie Knochenbrüchen, Verstauchungen oder Bandverletzungen in Verbindung gebracht werden können. Und es gibt Schmerzen, die mit krankhaften Strukturveränderungen wie Arthrose und Bandscheibenvorfällen einhergehen.

Unsere Erfahrung zeigt allerdings immer wieder, dass es auch Schmerzzustände gibt, die sich dieser klaren Korrelation zwischen bestehender Schädigung und gefühltem Schmerz entziehen.

So gibt es Patienten mit quantitativ hohem Schmerzgefühl, bei denen sich allerdings durch Röntgen, Kernspintomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) nur wenig bis gar keine entsprechende strukturelle Schädigung bestätigen lässt.

Glücklicherweise gibt es aber auch das genauer Gegenteil. Dies sind Patienten, bei denen deutliche  Strukturveränderungen klar zu erkennen sind, sich der empfundene Schmerz dagegen aber in Grenzen hält.
 

Grundsätzliche stellt sich die Frage:

Steht Schmerz immer in Verbindung mit krankhafter struktureller Veränderung, sei es durch Verletzung oder degenerativ begründet?

NEIN!   Und das ist durch unzählige Studien belegt.

 

Nun stellt sich eine weitere Frage:

Können solche Schmerzzustände dann überhaupt behandelt und gelindert werden?

JA!   Auch das ist durch unzählige Studien belegt und nicht zuletzt durch die reichhaltige Erfahrung von Ärzten und  Therapeuten bestätigt.

 

Für die Behandlung oben beschriebener Schmerzzustände bedarf es eines Weiterdenkens weg von der einzelnen Körperstruktur hin zur Struktur des Schmerzes an sich.

Speziell eine Behandlungsform, die diese Denkstruktur aufweist ist die „Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht“.

Im folgenden werden Hintergrund und Behandlung erklärt.

 

 

Hintergrund der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht (LNB)

 

Die LNB ging aus der langjährigen Erfahrung und Forschung von Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht hervor.

Sie fanden heraus, dass ein großer Anteil der Schmerzzustände im Bewegungssystem von unserem Gehirn auf Grund von muskel-faszialer Spannungsungleichgewichte verschalten werden.

Vereinfacht ausgedrückt registriert unser Gehirn fehlerhafte Spannungszustände im Bewegungsapparat, erkennt deren gewebeschädigendes Potential und gibt daraufhin einen Schmerz zur Bewegungslimitation aus. LNB nennt diesen Schmerz „Alarmschmerz“.

Genau hier wirkt die Behandlung nach Liebscher & Bracht.

Sie eliminiert den „Alarmschmerz“ und reduziert oder beendet sogar bestehende Schmerzzustände - egal ob akut, subakut oder chronisch.

 

Mehr Information auf:

www.liebscher-bracht.com

 

 

Die Behandlung nach LNB

 

Sie setzt sich maßgeblich aus den folgenden Komponenten zusammen:

 

Anamnese, Befund und Referenz

  1. Am Anfang jeder Behandlung erfasst Ihr Therapeut im gemeinsamen Gespräch Ihre aktuelle Beschwerde-/Schmerzsituation. Im direkten Anschluss werden Referenzbilder Ihrer aktuell schmerzhaften Position gemacht.

  2. Beide Punkte dienen dazu die Behandlungsergebnisse objektiv vergleichbar zu machen.

  3. Schmerz ist schlichtweg ein subjektives Gefühl und nie frei von Emotion. Objektivität ist deshalb für die Beurteilung des Behandlungsverlaufs und dessen Dokumentation unabdingbar.

  4.  

  1. Osteopressur

Dies ist die eigentliche Behandlung. Durch manuellen Druck definierter Knochenpunkte werden spezielle Rezeptoren gereizt um eine Regulierung der schmerzbringenden Spannungsmuster zu erzielen.

Im direkten Anschluss wird Sie Ihr Therapeut anhand der zu Beginn gemachten Bilder wieder in Ihre vormals schmerzhafte Position bringen. Nur so ist es möglich den aktuell empfundene Schmerz mit dem Schmerzgefühl vor der Behandlung objektiv zu verglichen und den Fortschritt zu dokumentieren.

 

  1. Faszienrollmassage

Ihr Therapeut unterrichtet Sie in der korrekten Anwendung von Faszienrollen und -kugeln. Auf diese Weise können Sie die manuelle Behandlung in eigener Regie selbst weiterführen.

 

  1. Engpassdehnung

Sie erlernen von Ihrem Therapeuten speziell abgestimmte  Dehnungen der betroffenen muskulär-faszialen Strukturen Ihres Körpers zum Erhalt und Ausbau der erreichten Behandlungsergebnisse.

 

 

Mit Hilfe der Faszienrollmassage und den Engpassdehnungen erlangen Sie mehr Selbstbestimmung über Ihre Schmerzsituation. Und ein besseres Verstehen von Schmerz führt automatisch zu einem adäquateren Umgang mit den Signalen des eigenen Körpers.

 

Schmerz zu respektieren ist wichtig und richtig! Angst vor Schmerz ist nicht angebracht! Schmerz ist nicht Ihr Feind - Er möchte Ihnen nichts Böses!

Schmerz ist die "Motorkontrollleuchte“ Ihres Körpers. Leuchtet sie, sollten Sie anhalten und sich auf die Fehlersuche begeben. Können Sie den Fehler selbst nicht ausfindig machen, hilft Ihnen ein Fachmann.
Auf diese Weise können Sie sich vor größeren Schädigungen bewahren.

 

Lernen Sie Schmerz zu verstehen und zu respektieren und machen Sie ihn von einem Feind zu Ihrem Freund!

 

Freudliche Grüße

Eik Lenhart

 

Hausfront Balance Gesundheitszentrum Ettlingen

Unsere Öffnungszeiten
Mo - Do: 08.00 - 20.00 Uhr
Fr: 08.00 - 18.00 Uhr

Telefon
0 72 43 / 33 21 34

@Mail
kontakt@balance-ettlingen.de